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Solarhaus Münster

Luft, die den Raum verlässt.
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Luftstrom, der in den Raum eintritt
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Von einer Anlage genutzte Wärme, die andernfalls verloren gehen würde.
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Pluggit-Wohnraumlüftung wichtige Komponente in Münsters erster Klimaschutzsiedlung


Ein Drittel des gesamten deutschen Energieverbrauchs wird im Gebäudesektor benötigt. Daher will Nordrhein-Westfalen in sogenannten Klimaschutzsiedlungen CO2-Emissionen weiter reduzieren. Im letzten Jahr wurde die erste Klimaschutzsiedlung in Münster fertiggestellt. Aufgrund ihrer Bauweise gilt sie gleichzeitig als das größte Solarhaus Europas. Wichtige Systemkomponente ist eine Wohnraumlüftung von Pluggit.


Auf dem rund 4.000 Quadratmeter großen Grundstück sind 35 Eigentumswohnungen von 50 bis 140 Quadratmeter Größe in fünf Gebäudeteilen entstanden. Das Besondere: Hier steht nicht nur Münsters erste Klimaschutzsiedlung aus dem Programm „100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen“ der Energie-Agentur NRW, sondern auch das größte Wohnhaus in Europa, das fast seinen gesamten Bedarf an Energie durch die Sonne bezieht.


Maximal 9 kg/qm/a CO2-Emissionen

Jörg Petzold vom ausführenden Architekturbüro ajp architekten in Münster erklärt: „Damit aus einem regenerativen Bauprojekt auch tatsächlich eine Klimaschutzsiedlung werden kann, bedarf es mehrerer Komponenten.“ So sind folgende Anforderungen Pflicht: Bauweise im Passivhaus-Standard oder als Drei-Liter-Haus, Beweis der Luftdichtheit des Gebäudes mittels eines Blower-Door-Tests, die Ausrichtung der Gebäude gen Süden bis zu einem bestimmten Grad, Bau von mindestens 30 Wohnungen oder 20 Eigenheimen sowie eine gute verkehrliche Anbindung. „Die CO2-Emissionen sind zudem auf maximal 9 Kilogramm pro Quadratmeter und Jahr festgelegt“, ergänzt Petzold.


Fünf Komponenten für ein nahezu Null-Energie-Haus-Niveau

Die Klimaschutzsiedlung „Solarhaus“ in Münster erreicht annähernd den Standard eines Null-Energie-Hauses. Dafür sind mehrere Komponenten maßgeblich: Ein hoch wärmegedämmtes Gebäude, dreifach verglaste Fenster, eine Vermeidung von Wärmebrücken sowie der Einsatz regenerativer Energie und einer kontrollierten Wohnraumlüftung. Hierfür kam ein System von Pluggit, dem technologischen Marktführer der Branche, zum Einsatz.




Frische Luft und minimierte Wärmeverluste dank WRL

Wohnraumlüftungen stellen den laut DIN 1946-6 erforderlichen Mindestluftwechsel in Gebäuden sicher. Die benötigte Frischluftmenge wird – nach vorheriger Analyse und Berechnung – den einzelnen Wohnräumen zu- und die verbrauchte Abluft gleichzeitig abgeführt. Somit ist eine manuelle Fensterlüftung nicht mehr notwendig. Zudem wird durch das integrierte Wärmerückgewinnungssystem die kältere Zuluft mit der wärmeren Abluft aufgewärmt – Einsparpotenziale des Lüftungswärmebedarfs von mehr als 60 Prozent stecken in dieser Systematik, weil unkontrollierte Wärmeverluste eingedämmt sind. Dies bringt enorme Energieeinsparpotenziale mit sich.




Zudem wird Feuchtigkeit zuverlässig nach außen abtransportiert, wodurch Schimmel keine Chance hat. Das System ist durch weitere technische
Raffinessen erweiterbar: Spezielle Filtertypen reinigen die Luft von Pollen und Staubpartikeln, so dass auch Allergiker wieder aufatmen können. Sogar Feinstaub lässt sich mit einem elektrostatisch aufgeladenen Zusatzfilter abfangen. Die Pluggit-Systeme sind universell für alle Grundrisse und Wohnformen sowie für Neu- und Bestandsbauten zu verwenden.



Bereits mehrfach Pluggit-Systeme verbaut

Architekt Petzold hat bereits mehrere Häuser mit der Pluggit-Technologie ausgestattet, er weiß: „Die Bewohner sind mit der Luftqualität sehr zufrieden, zudem schätzen sie die positiven Begleiterscheinungen, wie minimierte Wärmeverluste gegenüber einer herkömmlichen Fensterlüftung.“

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